Kleine Geschichte des Pörnbacher Kirchenchores

Das älteste zugängliche Dokument belegt die Gründung des „Gesang-Vereins Liederhort Pörnbach“ im Jahre 1905, dessen Leitung Hauptlehrer Pius Morgott übernimmt.

Der Weggang und bald darauf folgende Tod des Chorleiters fast 20 Jahre später reduziert das Vereinsgeschehen.

Von 1924 an bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs üben verschiedene Musiker das Organistenamt in Pörnbach aus, doch gibt es in diesen schwierigen Zeiten kein wirklich organisiertes Chorleben.

Nach dem Krieg lässt Hauptlehrer Martin Schneider als Organist den „Gesangverein Liederhort Pörnbach“ erneut aufleben, unterstützt neben vielen anderen von Sebastian Mair, der als Kassenwart, (Theater-)Spielleiter und auch als Dirigent wirkt.

In den 50-er Jahren gehen von den Pörnbacher Sängern und Musikanten viele Aktivitäten aus: Sängerbälle mit Ballköniginnen und -königen im Gasthof Bogenrieder, Theateraufführungen, Christbaumfeste im Gasthaus Ostermeier und die Pörnbacher Musikkapelle zieht unermüdlich Nachwuchs heran.

Trotz allem hat der Gesangverein keinen dauerhaften Bestand. Etwa ab 1960 konzentriert sich das Singen auf den kirchlichen Rahmen. Den nun auch meist so genannten „Kirchenchor Pörnbach“ betreuen weiterhin Martin Schneider und Sebastian Mair, bis sie Orgel und Dirigentenstab schließlich abgeben.

Von 1969 bis zu seinem Tod im Jahr 2006 leitet auf Anregung Sebastian Mairs der Pörnbacher Malermeister, Josef Kraus, als Organist und Dirigent mit Hingabe und größtem persönlichen Einsatz den Chor. Er gehörte ihm – wie auch unser derzeit „dienstältestes“ Mitglied, Emmeran Spitzer, seit 1950 an.

Dem Engagement einer ganzen Reihe von Musikern aus der Region ist es auch zu verdanken, dass das Schiff des Pörnbacher Chores während der über 100 Jahre
nie ganz gesunken ist.

Seit 2007 wird die momentan etwa 20-köpfige Gruppe dirigiert von Karin Law Robinson-Riedl und mit Klavier, Orgel oder Akkordeon begleitet von Bettina Kollmannsberger.

Es gibt Chormitglieder, die der Gemeinschaft schon seit Jahrzehnten angehören, gelegentlich stoßen – zu unserer großen Freude – neue Sänger dazu:
Das lässt auf ein Weiterleben der Tradition hoffen!

Karin Law Robinson-Riedl